Winter - Frauenskitour

Frauenskitour 27.-28.1.2024 mit dem besten Tourenführer der Welt

Ein wunderschönes Skitouren - Wochenende liegt hinter uns. Wir sieben Frauen blicken zurück auf ein unvergessliches gemeinsames Erlebnis in den Bergen, von dem wir noch lange zehren dürfen. Am Samstagmorgen starteten wir um 5.45 Uhr in Ebingen, frühstückten in Ravensburg und kamen gegen  9.00 Uhr in Laterns an. Nach einem großen Geräte-Check durfte unsere erste Tour beginnen. Unser Ziel für heute war die Hohe Matona (1997m). Der Einstieg war gar nicht so einfach, zuerst erwartete uns eine Bachüberquerung und danach erforderten die Schneeverhältnisse unsere Harscheisen. Und nun war es an der Zeit, während des Aufstiegs unter Oli`s Techniktraining zu üben. Er hatte alles im Blick. Spitzkehren üben und Technik verbessern, Schnee- und Lawinenkunde und dazu Sonne pur. Das Gipfelkreuz haben wir leider nicht erreicht, der Zustieg wurde uns durch eine abgegangene Lawine verwehrt. Nicht tragisch! Landschaft genießen, abfellen und in einen grandiosen Powder Schnee einfahren, was für ein Traum. Die Schneeverhältnisse im unteren Drittel erforderten dann doch ein wenig Technik. Nach unserer sicheren Ankunft im Tal, führte Oli mit uns ein umfassendes LVS Training durch. An dieser Stellen möchte ich erwähnen, dass wir den besten Guide dabei hatten: höchste Kompetenz, alles stets im Blick, empathisch, klar und strukturiert, flexibel, umsichtig, vorausschauend. Ein Guide, dem man in jeder Situation vertrauen kann. Tausend Danke Oli, dass du uns diese Touren ermöglicht hast. Nachdem wir unsere Unterkunft „Haus Matt“ bezogen hatten, ließen wir den Abend mit einem fantastischen Abendessen und gemütlichem Beisammensein ausklingen. Am Sonntag stand unsere zweite Skitour an. Guten Morgen, guten Morgen guten Morgen Sonnenschein…war ein sehr liebevoller Wecker, der uns um 6.30 Uhr aus dem Schlummerland aufweckte. In unserer Unterkunft gab es ein ausgewogenes und liebevoll gerichtetes Frühstück. Nachdem alle kräftig gefrühstückt hatten und fit für die Tour waren, ging es mit den Autos nach Gargellen. Nach einer amüsanten und gesprächigen Autofahrt hieß es: Tourenski raus, Ausrüstung an und ab auf die Piste. Unsere Tour war die „Paschianiköpfe“.  Die ersten Kilometer mussten wir im Schatten starten, nach etwa 2.5 km strahlten uns die ersten Sonnenstrahlen an und weckten die eingefrorenen Frauen langsam auf. Motiviert stapften wir dann immer weiter den Berg hinauf. Wir hatten 1.037 Höhenmeter vor uns und eine Strecke von 7,3km. Auf dem Weg Richtung Gipfel wurden kleinere Pausen eingebaut, in welchen man eine kleine Stärkung zu sich nehmen konnte. Unser Tourguide Oli schaute immer nach seinen Mädels, dass der Hühnerhaufen zusammenbleibt und man ein Tempo läuft, das für alle passt. Des Weiteren hat er uns an den umliegenden Bergen über die dortige Lawinensituation aufgeklärt, das war sehr lehrreich, spannend und interessant. Außerdem kamen wir an einer abgegangenen Lawine vorbei und konnten dort unsere Sonden und Schaufeln testen. Hierbei sind alle zur Erkenntnis gekommen, dass wir uns vor einer gemeinsamen Tour ausgiebig über die Lawinensituation informieren, den aktuellen Lawinenlagebericht lesen, unsere „Pieps“ vollen Akku haben und funktionieren und eine Schaufel und Sonde in den Rucksack packen. Nach diesem theoretischen Input ging es noch die letzten Höhenmeter bis zu unserem Ziel hinauf. Angekommen, abfellen, Helm auf, Handschuhe an, Bindungen umstellen und dann voller Euphorie und Glücksgefühlen den Berg hinunter. Die Abfahrt war zwar kurz, aber wir hatten auch am zweiten Tag wunderschönes Wetter, tollen Schnee, traumhaftes Panorama und eine Menge glückliche Gesichter. Am Ende legten wir noch einen Stopp in der Pizzeria „Barga“ ein und ließen dort unser gemeinsames Wochenende mit einem Kaffee und Apfelstrudel ausklingen. 

 

 

Text von Lena Decker und Nicole Eichert