Radreise durch Schlesien

"Wieviel Kultur verträgt eine Radreise?" Diese Frage stellten sich 10 Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf ihrer Radreise  (14. - 21.6.2026) im polnischen Riesengebirge und Niederschlesien. Galt es doch die Interessen der sportlichen Radler mit den Kulturliebhabern in Einklang zu bringen.

Bei den anspruchsvollen Radtouren in der hügeligen Landschaft des Riesengebirges, am Bober und an der Zacke kamen die sportlich ambitionierten Teilnehmer voll auf ihre Kosten. Große Höhenunterschiede, unbefestigte Wege mit groben Steinen, Waldwege und Sumpf erforderten eine gute Kondition, Geschicklichkeit und Können. Der höchste Berg im Riesengebirge, die Schneekoppe (1602 m) musste unbedingt bestiegen werden. Von der kleinen Koppe waren es zu Fuß knapp zwei Stunden bis zum Gipfel, da Radfahren im Naturschutzgebiet Riesengebirge verboten ist. Die klare Sicht hat Blicke auf die umliegenden Berge des Riesengebirges, des Isergebirges und zur tschechischen Seite ermöglicht.  

Der Programmpunkt  „Radeln zu den Schlössern im Hirschberger Tal“ konnte sowohl die Interessen der Kulturinteressierten als auch der sportlich Ambitionierten gut verbinden, denn etliche Schlösser mit hübschen Parkanlagen lagen auf der Route und wurden besichtigt. Begeistert waren wir auch in Breslau von den imposanten Gebäuden und den Bronzezwergen, die uns überall in der Innenstadt begegneten. Auch die Stadtbesichtigung in Hirschberg, geführt von unserer Teilnehmerin Renate, war sehr beeindruckend.

Ein weiteres Highlight war Schloss Fürstenstein bei Walbrzych (Waldenburg). Aufgrund seiner imposanten Lage trägt es den Beinamen: „schlesisches Neuschwanstein“.  In seinem geheimnisvollen Untergrund haben wir deutsche Geschichte der 1930/40er Jahre eindrucksvoll erlebt.  Bei der größten Friedenskirche Europas in Schweidnitz und der Stabkirche Wang in Karpacz kamen sowohl die Sportlichen als auch die Kulturbegeisterten ins Schwärmen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass dem Leiter dieser Radreise – Friedrich Mayer - ein guter Mix aus Sport und Kultur gelungen ist, welcher den Reiz dieser Reise ausmachte.

Ein umfassender Tourenbericht ist hier abrufbar: Tourenbericht Schlesien 26