Klettersteigtouren um die Sulzfluh

Im Schweiße deines Angesichts... der Juni 2026 hat's in sich mit 35 plus x Grad. Nichtsdestotrotz starten wir unsere Klettersteig-Tour Sulzfluh mit Lindauer und Carschina Hütten Stützpunkten, in der Hoffnung oben in den Bergen ist es kühler. Klimatisiert - Widmann Bussle sei Dank - reisen wir am Freitagnachmittag an und entscheiden, den Hüttenzustieg ab Mittelstation Golmer Bahn via Halbhöhenweg, bei schöner Aussicht ins Tal um Schruns zu nehmen. Eine gute Wahl!

Tag 2 steht der Gauablickhöhle-Kletttersteig auf dem Programm, nach stärkendem Frühstück auf der Lindauer geht's zunächst etwas abwärts, bevor wir dann ob der frühen Stunde bei noch erträglichen Temperaturen den 1 1/2-stündigen steilen Zustieg zum Klettersteig in Angriff nehmen. Aus der Ferne sehen wir zwei Höhlenein- bzw. ausgänge und vermuten, dass dies der Höhlenteil des Klettersteiges sein muss. So ist es, nach kurzer Kletterei am Fels stehen wir vor dem mächtigen Höhleneingang, Dann gilt es auch in der Höhle zunächst hochzuklettern, bevor es dann fußläufig doch einige Höhenmeter runtergeht zum Ausgang. Jetzt nehmen wir den letzten Teil des Klettersteiges unter die Füße und in die Hände mit der einen oder anderen C/D Stelle die wir Alle bravourös meistern. Oben angekommen gibt es jetzt erstmal eine Vesperpause, um verbrauchte Kalorien nachzuladen. Danach sind es immerhin noch 2 Stunden Abstieg herum ums Sulzfluh Massiv bis zum nächsten Nachtlager, der Carschina Hütte. 

Nigelnagelneu renoviert ist diese, wunderschön in hellem Holz, das Abendessen mundet, und wir sind noch unsicher, was der nächste Tag wettertechnisch bringt, sind doch nachmittags Gewitter möglich, die sich nach vorne verlagern könnten. So vertagen wir die Entscheidung auf den nächsten Morgen. 

Und der Sonntagmorgen bringt keine andere Erkenntnis, Gewitter wenn, dann erst mitten im Nachmittag. Doch die 3 Ladies bevorzugen die sichere Variante, den Wanderweg mit 2 1/2 Stunden direkt zur Lindauer Hütte über's Drusator. 

Klar so wird die nun auf Achim, Roland, Thomas und "Schreiber" reduzierte Gruppe am Sulzfluh Klettersteig auch flotter sein können, wenn der "Ziehharmonikaeffekt" wegfällt. 

Und der Klettersteig, den wir nach gut 40 min erreichen, hat's in sich, mehrheitlich senkrecht nach oben mit 2, 3 Überhängen, Seilbrücke und Querungen, die nur durch Reibung mit den Füssen am fast senkrechten Fels funktionieren. Wow, schnauf, japs mehr kommt nicht mehr raus, und zupacken ist angesagt und besser himmelwärts schauen wie abwärts... 

Aber nach rd 2 Stunden stehen wir am 2.818 m hohen Gipfel der Sulzfluh, durchgeschwitzt, aber mehr vom Angstschweiß 😁 wie durch die noch morgendlich erträgliche Sonneneinstrahlung. Der Weg runter durch den Rachen ist im Geröll saurutschig und kein Vergnügen, lieber nicht dran denken, wenn man das nun auf Ski runterpfeifen könnt... deshalb Abstieg auch nur in Kurzform. Und kurz vor dem Staubecken Latschau treffen wir wieder auf die Ladies, nehmen am Brunnen ein Fußbad und im naheliegenden Hotel nen Café u. Kuchen - Einkehrschwung. 

Ein klasse Bergerlebnis Weekend... Achim sei Dank... und der tollen Truppe, ruft nach Wiederholung bzw. neuen Klettersteigen in 2027!