JDAV-Ausfahrt nach Ailefroide

 

Die diesjährige Pfingstausfahrt hat uns nach Frankreich geführt, genauer gesagt in ein abgelegenes Bergdorf namens „Ailefroide“. Am Samstagmorgen starten vier von unserer Gruppe in Balingen. Es soll eine lange fahrt vor uns liegen. Unsere Strecke führt uns durch die Schweiz nach Frankreich. Hier haben wir zwei Möglichkeiten, die kurze Strecke mit Maut durch einen Tunnel oder doch etwas länger fahren und über einen Pass. Die Entscheidung war leicht, wir nehmen den Pass. Eine atemberaubende Landschaft eröffnet sich uns mit herrlichem Ausblick auf das Ecrins Massiv. Eine kurze Pause für den Ausblick und eine Schneeballschlacht hat immer Zeit. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir endlich den Campingplatz. Der Check-In klappt reibungslos und wir können uns auf dem 16 Hektar großen Campingplatz unseren Lagerplatz für die Woche aussuchen. Wir bauen unsere Zelte auf und lassen den Abend mit gutem Essen und einer Runde UNO ausklingen. 
Für unsere erste Klettertour wählen wir eine direkt hinter dem Campingplatz aus. Sie führt uns über Platten und einen Grat nach oben. Es ist eine herrliche Kletterei und perfekt, um sich an den Granit vor Ort zu gewöhnen. Der Fels hat sehr viel mehr Grip als bei uns zu Hause und auch die Kletterei ist um einiges Flacher. Da muss man seinen Füßen sehr vertrauen. Zurück auf dem Campingplatz warten wir auf die Nachzügler. Zusammen kochen wir das Abendessen und besprechen welche Touren wir am nächsten Tag klettern wollen. 
Mit herrlichem Sonnenschein werden wir am nächsten Morgen begrüßt. Perfekt, um für eine etwas längere Tour aufzubrechen. Es warten 400 Meter Plattenkletterei auf uns. Am darauffolgenden Tag ist unsere ausgewählte Route etwas steiler. Sie führt uns elegant durch einen großen Überhang und die darauffolgende Platte. Am Gipfel haben wir einen schönen Ausblick auf das Tal.
Nach vier Tagen klettern beschließen wir nun einen Restday einzulegen. Wir gehen einkaufen und wandern am Talende in Richtung Gletscher. Auf den Schneefeldern können wir auf einer Zeltplane Schlittenfahren und uns anschließend in einem Gletscherbach abkühlen. Abends Grillen wir zusammen auf dem Campingplatz.
Immer wieder fallen uns im Vorbeilaufen ansprechende Linien auf, die wir im Kletterführer suchen und meistens auch klettern können. So ist die Tourenauswahl sehr leicht. Auch die letzten drei Tage treffen wir so unsere Auswahl und landen in einer Mischung aus Platten- und Gratkletterei. 
Leider steht uns nun eine lange Heimfahrt bevor. Wir Packen unsere Zelte ein und beladen die Autos. Mit einer Mischung aus Traurigkeit und Vorfreude auf zu Hause verlassen wir das ursprüngliche Tal.