Am ersten Augustsonntag ging es los nach Lech am Arlberg. Ziel war die, auf 1980m hoch und schön gelegene, Ravensburger Hütte. Die Fahrt der 3 Albstädtler:innen verlief entspannt bis nach Zug. Am Fischteich in Zug durfte der PKW jedoch nicht für mehrere Tage geparkt werden, weshalb man wieder zurück nach Lech in die Tiefgarage fahren musste.
Nach ca.1,5 Std schweißtreibendem Aufstieg vom Fischteich aus, wurde auf der Hütte der 4. Tourenteilnehmer aus Berlin begrüßt. Nach Check-in im Mehrbettzimmer und kurzer Erfrischungspause machten wir uns noch mit einem der nahegelegenen Klettergärten vertraut. Der Fels war sehr griffig und machte Vorfreude auf die eigentliche Klettertour, die Roggalnordkante der Roggalspitze (2673m). Beim leckeren Abendessen wurde, wegen der Gewittervorhersage beschlossen, die Tour um 6 Uhr zu starten.
Bis zum Einstieg der alpinen Klettertour dauerte es etwa 1,5 Stunden. Von da an standen uns 10 schöne und teilweise ausgesetzte Seillängen im 4. Grad bevor. Die Standplätze und einige schwere Passagen sind mittlerweile mit Bühlerhaken saniert. Trotzdem ist ein Satz Friends und Keile zur Absicherung ratsam. Nach ca. 5 Std. wurde die letzte Seillänge geschafft. Die letzten 50m zum Gipfelkreuz sind nur noch Gehgelände.
In der Mittagssonne genossen wir das Bergpanorama bevor wir den ca. zweistündigen Abstieg zur Hütte angingen. Dieser ist anfangs steil aber auch mit Drahtseilen abgesichert. Als wir nach ca. 9 Stunden wieder an der Hütte ankamen, hatte sich das Gewitter zwar verzogen, aber wir hatten noch genug Zeit zum Entspannen.
Am folgenden Tag, vor dem Abstieg, blieb noch Zeit genug für eine gemütliche Kletterroute an den nahegelegenen, unteren Spullerplatten um nochmals die Bergwelt zu genießen. Zum Ende des Abstiegs legten wir noch einen erfrischenden Halt am Zuger Wasserfall ein, bevor wir die etwa dreistündige Heimfahrt antreten mussten.