Skitour auf die Gehrenspitze

Treffpunkt zur Skitour war bereits um 5:45 Uhr in Ebingen. Aufgrund des Schneefalls am Vortag und der sehr guten Wetterprognose entschied unser Tourenleiter Oli kurzfristig, das ursprünglich geplante Ziel Damüls zu streichen. Mit der Wahl des Laternser Tals konnten wir dem zu erwartenden Touristenverkehr geschickt ausweichen und die Vorfreude auf den zu erwartenden Sahnetag war bei allen groß.

Die Anfahrt führte uns nach Bad Laterns (1.147 m). Dort starteten wir um 8:55 Uhr bei -2 °C mit dem Aufstieg in Richtung Gehrenspitze (1.871 m). Los ging es auf der schneebedeckten Passstraße zum Furkapass, bevor wir nach rechts auf einen Forstweg Richtung Süden abbiegen.

Der Aufstieg verlief anfangs gleichmäßig und ruhig, bevor wir dann doch auch noch unsere Spitzkehren-Fertigkeiten prüfen durften. Was aber alle perfekt gemeistert haben. Dank der frischen Schneelage präsentierte sich die Landschaft winterlich und sehr stimmungsvoll. Ab etwa der Hälfte des Anstieges kam auch die Sonne hinter der Löffelspitze hervor, deren Wärme wir dankend annahmen. Die Bedingungen waren insgesamt gut, die Aufstiegsspur war schon angelegt, was die Routenfindung und das Vorankommen ganz angenehm machte. Rechts und links glitzerte der Schnee und das Wetter hielt, was die Vorhersage versprochen hatte.

Pünktlich um 12:00 Uhr erreichten wir den Gipfel der Gehrenspitze, wo wir eine verdiente Pause einlegten, unser Vesper auspackten und die Aussicht genießen konnten. Nach dem obligatorischen Gipfelfoto und etwa einer Stunde Pause haben wir die Skier wieder angeschnallt und uns auf die Abfahrt begeben.

Im oberen Bereich suchen wir uns im Südexponierten Bereich den Weg zwischen Sträuchern und Grasflecken, bis wir kurze Zeit später in den Nordhang unterhalb der Mutabellspitze einfahren. Hier erwartet uns frischer Pulverschnee, der das Skitourer-Herz höherschlagen lässt und uns ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert - Ja, genau dafür machen wir das doch!

Nach diesem Genussteil der Abfahrt kommen wir wieder auf unsere Aufstiegsspur, der wir weiter ins Tal folgen, bis wir den Forstweg erreichen. Hier hatte Olli noch eine Überraschung für uns eingeplant und es heißt erstmal Sopp und Skier abschnallen!

Wir nutzen die Gelegenheit für eine ausführliche Lawinenübung. Dabei wurde zunächst ein „Verschütteter“ aus etwa 60 cm Tiefe ausgegraben. Jeder durfte mal ran und so wurde in Zweierteams geschaufelt. Wann hat es bei uns im Zollernalbkreis schonmal so viel Schnee, dass wir das tatsächlich üben können? – genau, daher war hier das ideale Übungsszenario. Anschließend bereiteten wir ein Übungsfeld von rund 100 m² vor, in dem ein LVS-Gerät in einem Lederkissen vergraben wurde. Die Teilnehmer übten systematisch LVS-Suche und Sondieren. So konnten wir unsere Sonden auch mal einsetzen um ein Gefühl zu bekommen, wie es sich anfühlt, wenn man einen Treffer hat – eine sehr lehrreiche und praxisnahe Einheit, die wir hoffen, nie einsetzen zu müssen.

Gegen 14:30 Uhr kehrten wir bei nun +2 °C zum Parkplatz zurück. Den gelungenen Tourentag ließen wir gemütlich im Gasthof am Parkplatz bei Pflaumenkuchen, Apfelstrudel, Eierlikörkuchen, Kaffee und dem ein oder anderen Hopfengetränk ausklingen. Gut gestärkt und zufrieden bringt uns Siegfried im Miet-Bussle wieder zurück nach Ebingen.

Eine rundum gelungene Skitour mit guten Bedingungen, Ausbildungseinheit und bester Stimmung in der Gruppe.

Danke Oli für die Organisation und damit diesen tollen Tag!