Fast gleiches Datum wie im Vorjahr, gleiche Hütte, Schnee- und Wettersituation ebenfalls wie im Vorjahr. Die Gruppe, bunt gemischt: Einsteiger vom letzten Jahr, wirklichen Neulingen und Tourenteilnehmer, die gerne die Sicherheitspraxis in den winterlichen Bergen üben wollten. Und dazu für alle, das Rundum-Paket mit auf-fellen, Gehen im Gelände, Spitzkehren-Übung und …. Verwendung Harscheisen.
Ja, der Winter hatte sich nach ein paar Schneetagen schnell wieder zurückgezogen, dafür war die Sonne und angenehme Kälte präsent für ein Wintergefühl, wie es im Januar gerne sein darf. So auch eine kleine Änderung gegenüber dem Vorjahr, die Anfahrt dieses Mal zur Talstation der Hochgratbahn und dann, gleich ab hier, auf-fellen und als Skitour der Zustieg vorbei an der Oberstiegalpe, hinauf zur Falkenhütte (1.438m).
Aus dem nordseitigen Aufstieg, mit doch kleinen Tragepassagen und der Übung, Ski aus und Ski wieder an, dass das jeder auch mit seiner Pin-Bindung kann. Spürte der eine oder andere, so nach knapp 600 Hm, ja – eine gewisse Anstrengung ist schon da. Dafür dann schöne Mittagspause vor der Hütte, in der Sonne und der Ehrgeiz, am frühen Nachmittag, doch noch gemeinsam bis zum kleinen Gipfel oberhalb der Falkenhütte, dem Eineguntkopf – 1.639 m, aufzusteigen. Immer wieder ein schöner Aussichtsplatz, Rundumblick vom Hochvogel im Osten, bis zum Pfänder als westliche Begrenzung und dem Bodensee, der sich aber unter einer dicken Nebeldecke versteckte. Dann verschwindet die Sonne hinter den Gipfeln des Bregenzer-Waldes und wir nehmen die kurze, aber interessante Abfahrt hinunter zur Falkenhütte. Noch etwas Theorie nach Kaffee und Kuchen bzw. vor dem Abendessen und dann war es genug für den Samstag.
Nach ausgiebigem Frühstück, die Sonne kommt langsam über die Gratkante der Nagelfluh-Kette, geht es gegenüber von der Hütte in den sogenannten Kessel. Da liegt noch richtig gut Schnee und wir üben die Verschütteten-Suche mit Ausrüstung und Ski, mit Ausgraben bei verschiedenen Verschüttungstiefen.
Nach einigen Erkenntnissen und Blick auf den restlichen Zeitplan für den Sonntag, geht ein Teil zum Sonnenbaden zurück zur Hütte und ein Teil steigt nochmal auf zum Hausgipfel, dem Eineguntkopf.
Die Schneeverhältnisse auf unserer nordseitigen Aufstiegsstrecke versprachen keinen Abfahrtsgenuss und so entschließen wir uns für die Abfahrt hinüber zur Hörmoos-Alpe, mit Zwischenanstieg (Ski am Rucksack) zum Imberg-Skigebiet, wo wir den letzten Abfahrtsgenuss über die Skipiste zur Talstation der Imberg-Bahn genießen.
Unsere letzte kleine Herausforderung, wie erreichen wir unseren Miet-Bus bei der Hochgrat-Tal-Station, löst sich mit der Bereitschaft von Tobias. Er marschiert die Strecke zu Fuss, holt sich für Heute die Bestzeit mit Splitt-Board-Stiefel. Wir sind zwischen-zeitlich zur Einkehr Nähe der Talstation und auch für Tobias reicht es da noch zu einem erfrischenden Getränk, bevor wir im Ski-Stadl Matt, in Steibis noch etwas an Leih-Ausrüstung abgeben und dann in Richtung Heimat aufbrechen.
Nicht zu spät für den Sonntagabend sind wir wohlbehalten zurück in Albstadt, haben die zwei Tage zu den gegebenen Bedingungen gut nützen können und freuen uns nun darauf, was uns der Winter für die noch anstehende Tourenplanung bieten kann.
Vielen Dank und viele Grüße an Alle die dabei waren, hat wieder echt Spaß gemacht.
Andreas Thiel, DAV Sektion Ebingen